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„Ich war verblüfft, wie sich Bebra in den vergangenen Jahren zu einer attraktiven, tollen Stadt entwickelt hat“: Dr. Kirsten Krüger-Conrad stammt aus Mecklar und ist nach 30 Jahren wieder in die alte Heimat zurückgekehrt. Seit dem 1. November leitet sie den Kindergarten Tabaluga-Land.

Kinder, Gärtnern, Heimatluft: Endlich wieder zu Hause
 

Stress. Hektik. Chaos. Gerade erst ist Kirsten Krüger-Conrad umgezogen. Die Koffer sind noch nicht alle ausgepackt. Neuer Job, neuer Kindergarten, neue, aber alt vertraute  Heimat. Zweiter Arbeitstag – und in all dem Gewusel dann auch noch ein Termin für den Bebra-Newsletter.
 
Über das, was gerade in ihrem Leben passiert, muss die jugendliche 50-Jährige selbst lachen. „Manchmal ist es im Leben einfach so. Da gibt’s nur eins: Augen zu und durch“, grinst sie und berichtet über ihren Lebenslauf. Der passt zu ihr wie die Faust aufs Auge: Ungewöhnlich, spannend und das beste Beispiel dafür, dass das Leben die verrücktesten Geschichten schreibt.

Kirsten Krüger-Conrad ist ein Kind der Region. Sie wuchs in Mecklar auf, Bebra lag nebenan, quasi in Steinwurfweite. Nach dem Abitur zog die junge Frau nach Marburg und studierte dort Kulturwissenschaften, Sozialwissenschaften und Germanistik. Ganz was anderes also – über einen Job im Kindergarten hatte die Studentin damals noch nicht einmal nachgedacht.
wurde.
 
Kirsten Krüger-Conrad promovierte zur Dr. phil. und arbeitete als wissenschaftliche Referentin an Unis und Stiftungen zuerst in Kassel, dann in Darmstadt. Projektarbeit zwischen Wissenschaft und Verwaltung bestimmte ihren Alltag – bis sie vor elf Jahren mit ihren Zwillingen schwanger wurde.
 
Schon immer mit Kindern gearbeitet
 
„Nach der Elternzeit konnte ich nicht mehr zurück in meinen Beruf, weil Teilzeit dort nicht möglich war“, erklärt Kirsten Krüger-Conrad. „Ich musste mich also nach etwas anderem umsehen.“ Dabei kam ihr eins ihrer Hobbys zugute – sie hatte schon immer mit Kindern gearbeitet, als Hausaufgabenhilfe im Studium und Kindergottesdienst-Leiterin.
 
Kirsten Krüger-Conrad übernahm 2010 im Kindergarten ihres südhessischen Wohnortes die Sprachförderung und arbeitete im Quereinstieg als Integrationskraft.

„Wenn ich das mache, so dachte ich, will ich auch Erzieherin werden“, sagt die sportliche Frau und lächelt. Also informierte sie sich, was man wissen muss, um die Abschlussprüfung in dem Beruf zu meistern. 2014 legte sie als Externe ihr Examen ab und bestand auf Anhieb; die vollständige Theorie hatte sie sich selbst neben der Berufstätigkeit zu Hause beigebracht. Seitdem arbeitete sie als Erzieherin im südhessischen Landkreis Darmstadt-Dieburg.
 
Das Leben hielt eine weitere Überraschung für die Powerfrau bereit – eine unangenehme. Ihre Ehe wurde geschieden; Kirsten Krüger-Conrad entschied, ihre Heimat Südhessen zu verlassen und studierte Stellenangebote. Und so schließt sich der Kreis: Nur fast einen Steinwurf von ihrem Mecklarer Elternhaus entfernt suchte man in Bebra nach einer Leiterin für das Tabaluga-Land.
 
Noch sind nicht alle Koffer ausgepackt, aber das neue Leben hat bereits begonnen. „Es sind hilfsbereite, freundliche und sehr engagierte Kolleginnen, die mich hier sehr warmherzig empfangen haben“, schwärmt Kirsten Krüger-Conrad von der hervorragenden Atmosphäre in dem Ganztags-Kindergarten. Was das Ganze perfekt macht: Ihre Kinder sind begeistert vom Leben bei den Großeltern. Traktorfahren mit Opa ist das Allergrößte für die beiden.
 
„Es fühlt sich wirklich an, wie nach Hause zu kommen“, strahlt die neue Tabaluga-Chefin, die sich schon jetzt auf die Gartenarbeit im nächsten Frühjahr freut.
Bis dahin wird auch der letzte Koffer ausgepackt und ihre Familie ganz in dem neuen Leben angekommen sein. Und wer weiß? Vielleicht hat die begeisterte Sängerin bis dahin auch den passenden Chor gefunden?