Magistrat der Stadt Bebra
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Bereits vor sechs Jahren hat die Stadt Bebra zum ersten Mal den Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Kindertagesbetreuung aufgestellt. Hintergrund war der drohende Bevölkerungsverlust, der bundesweit vor allem in den Landgemeinden für sorgenvolle Minen sorgte.
Mit der bedarfsgerechten Planung wollte man in die Lage kommen, flexibler planen und reagieren zu können, um das Angebot der Nachfrage anzupassen.
Auch Bebra blieb nicht von der Schrumpfung der Bevölkerungszahl verschont: Zwischen 1995 und 2009 verlor die Stadt rund 2000 Einwohner.
Mittlerweile haben sich die Zahlen, vor allem bei den Geburten, stabilisiert. Uli Rathmann, der als Stadtjugendpfleger von Bebra für die jährliche Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans verantwortlich ist, sieht die Zukunft der Stadt optimistisch. „Wir haben jedes Jahr über 100 Geburten zu verzeichnen“, sagt der Diplom-Sozialpädagoge. „Damit liegen wir stabil über unseren eigenen Prognosen – und das macht nicht nur Hoffnung, sondern ist nach unserer Auffassung auch ein Zeichen für eine gute Stimmung in unserer Stadt.“
Vor sechs Jahren hatte man in Bebra noch mit höchstens 89 Geburten für das Jahr 2011 gerechnet – Bebra übertrifft sich also um rund 15 Prozent. Besonders prägnant ist die Differenz zwischen erwarteten und tatsächlichen Geburten im Stadtteil Breitenbach. Hier liegen die tatsächlichen Geburtenzahlen der Jahrgänge 2009 bis 2012 um 44 Prozent über den damals prognostizierten Geburten.
Offenbar schlägt die gute Zukunftsprognose in Bebra also tatsächlich auf die Geburtenraten durch – und die Stadt scheint gerade für junge Familien sehr attraktiv zu sein. Ob das große Angebot an qualifizierter Kinderbetreuung, die über Bebra hinaus einen hervorragenden Ruf genießt, tatsächlich ausschlaggebend für Familiengründungen mit Nachwuchs ist, darüber kann man spekulieren. Fakt ist jedoch, dass sich nicht nur das Image Bebras deutlich gewandelt hat, sondern die Betreuungsangebote rege nachgefragt werden.
Bis vor kurzem hatten drei städtische, drei konfessionelle Kindertagesstätten und eine Kinderkrippe in freier Trägerschaft den Betreuungsbedarf gedeckt. Im vergangenen Jahr wurde in Breitenbach die alte Kindertagesstätte mit drei Gruppen stillgelegt und durch eine neue dreigruppige mit zusätzlichen zwei Krippengruppen ersetzt. Über zwei Millionen Euro hat Bebra dafür investiert, Land und Bund hatten die Maßnahme mit 300.000 Euro bezuschusst.
Der Bedarfs- und Entwicklungsplan (in tabellarischer Form) wird ständig fortgeschrieben, und in dem insgesamt eher trockenen Zahlenwerk verbirgt sich neben der Geburtenrate manche weitere gute Botschaft.
Uli Rathmann: „Der Plan drückt das gute Angebot aus, das Bebra den Einwohnern der Stadt macht. Wir investieren viel Geld in diese Arbeit und die Einrichtungen, weil das eine echte Investition in unsere Zukunft ist.“ Es ist aber nicht nur bares Geld, das in die Zukunft der Kinder investiert wird. Angelegt wird vor allem auch in Qualität, wie aus dem jüngsten Plan, den man online auf der Seite der Stadt einsehen kann, hervorgeht.
 
Eine der Maßnahmen: das bedarfsgerechte Ferienangebot für Kinder von sieben bis zwölf Jahren, auf das der Stadtjugendpfleger besonders stolz ist. Um berufstätige Eltern in den Ferien zu entlasten, bietet Bebra schon seit langem die Ferienspiele an. In dem neuen Modell werden die hauptamtlichen Kräfte bei der Betreuung durch engagierte Schüler der Brüder-Grimm-Gesamtschule unterstützt. Diese haben im Rahmen der Schulsozialarbeit eine besondere Ausbildung erhalten und betreuen die Kinder unter Aufsicht der hauptamtlichen Sozialarbeiter auf dem Gelände der Bünbergschule – ein hervorragendes Engagement der großen Schüler,  das den kleinen Schülern zugute kommt und für echten Zusammenhalt sorgt.
Für die kleineren Kinder wurden die Betreuungszeiten seit dem neuen Kindergartenjahr 2014/15 noch flexibler gemacht. Dies ging mit einer leider auch einer notwendigen Gebührenanpassung einher, da diese über ein Jahrzehnt nicht mehr erhöht wurden, obwohl die Betreuungszeiten ausgedehnt geworden waren. Mit diesem neuen Gebührenmodell liegt Bebra im Vergleich zu anderen Landkreiskommunen aber immer noch im unteren Bereich.
Nicht zuletzt dokumentiert Bebra seine Kinderfreundlichkeit auch durch ein umfangreiches Angebot an Spielplätzen, Spielflächen und den Funpark an der Gesamtschule.  Uli Rathmann: „ Wir möchten den Familien mit Kindern ein gutes Angebot machen. Kinder sind die Zukunft, sie dürfen für Familien nicht zum Risiko werden. Dazu muss eine Kommune, die ja von der Allgemeinheit finanziert wird, ihren Beitrag leisten.“