Magistrat der Stadt Bebra
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Sprechzeiten

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Montag: von 14:00 - 17:30 Uhr
Donnerstag: von 14:00 - 17:00 Uhr

 

 

Anschrift und Öffnungszeiten

                      Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,
meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Ehrengäste, herzlich willkommen zum Neujahrsempfang 2014 hier in der Aula des Beruflichen Gymnasiums.

Nachdem Herbert Börner Sie schon einzeln begrüßt hat, rufe ich Ihnen allen noch einmal ein "Herzliches Willkommen" zu. Meine diesjährige Neujahrsrede weist zwei Besonderheiten auf:

a) sie ist kürzer und
b) es ist meine letzte Neujahrsrede.

Ich verspreche Ihnen, dass ich der Versuchung widerstehen werde, mir ein eigenes Urteil über meine Amtszeit anzumaßen. Außerdem habe ich keine Lust, meinen eigenen Nachruf zu halten. Zum Jahresrückblick, bei dem ich wie immer lokale Ereignisse dem Weltgeschehen gegenüber stelle.

Januar:

  • Die Krempe muss von ihrem alten Standort weichen. Im Dezember aber wurde Else Luckhardts neue Krempe in unmittelbarer Nachbarschaft offiziell wieder eröffnet.
  • Auf der Talentbühne "Am Anger" bekommt die Kleinkunst eine Chance.
  • Im Kindergarten Tabalugaland gibt es für alle Kinder ein zuckerfreies Frühstück und beim Neujahrsempfang hatten die Gäste viel zu lachen - meint die HNA.
  • Uli Hoeneß macht deutschlandweit Schlagzeilen der eher unsportlichen Art.

Februar:

  • Das GAMA-Altenhilfezentrum öffnet seine Pforten. Es bietet auf drei Etagen 94 Plätze in Einzel- oder Doppelzimmern an. Neue Arbeitsplätze entstehen. Das Jahr hätte wirklich schlechter beginnen können.
  • Millionen fliehen aus Syrien nach Jordanien in den Libanon oder die Türkei. Millionen irren in dem vom Bürgerkrieg gepeinigten Land umher.

März:

  • Beim Winterfest der Handels- u. Gewerbevereinigung schaffen Künstler Skulpturen aus Eis.
  • Die Diskussion um das Inselgebäude nimmt an Fahrt auf. Der Lokschuppen bleibt in aller Munde.
  • Der Toom-Baummarkt eröffnet größer, heller und umweltfreundlicher. Außerdem werden 19 weitere Mitarbeiter eingestellt.
  • Die HNA blickt zurück auf die erste Fahrt eines elektrisch angetriebenen Zuges vor 50 Jahren.
  • 250 Bäwersche feiern gemeinsam den Stadtseniorennachmittag.
  • Die Stadt beschließt einmal mehr ihr familienfreundliches Profil. Dazu stehen wir alle auch heute noch. Mehr Familienfreundlichkeit ist aber nicht zum Nulltarif zu haben.
  • Der neue Papst empfiehlt der Kirche Demut, weniger Prunk und mehr Weltzugewandtheit.

April

  • Das Karree an Semms Ecke wird endgültig geräumt, denn der Start des Baus des Einkaufszentrums steht bevor.
  • Im Kiosk auf dem Sparda-Parkplatz gibt es Snacks und Zeitungen. Großen Anklang finden die Stadtführungen der Stadtentwicklungsgesellschaft.
  • Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Gestaltungsplan für den Funpark in der Kerschensteinerstraße.
  • Ein Attentat erschüttert nicht nur die Läuferinnen und Läufer beim Boston-Marathon.

Mai:

  • Der Wertstoffhof des MZV ist eine Erfolgsgeschichte und braucht Platz. Ein neues Grundstück wird dazugekauft.
  • Ein neuer Sozialpädagoge tritt seinen Dienst im Rathaus an. Die Sozialen Förderstätten feiern ein großes Fest rund um den Breitenbacher Badesee.
  • Die HNA erinnert an die Umstellung der Bahnstrecke von Dampf auf Strom vor fünfzig Jahren.
  • Der FC Bayern München gewinnt das Champions League Finale.

Juni:

  • Am Bahnhof geht es voran - schreibt die HNA. Zwei neue Bahnsteige sollen im August fertig werden. Drei Aufzüge werden gebaut.
  • Das Zollgebäude fällt, der Weg für die Südspange ist frei.
  • Die Renaturierung der Fuldaaue berücksichtigt Freizeit, Natur, Hochwasser und Tiefabbau. Unser Stadtbrandinspektor berichtet von über 80 Einsätzen der Bebraer Feuerwehren im Jahr 2012. Unsere Blauröcke sind immer da, wenn sie gebraucht werden und manchmal schon vorher - nämlich vorbeugend.
  • Geld oder Verräter? Wie Edward Snowdon zum Aufklärer wird.

Juli:

  • An der Südspange rollt der Verkehr. Der Besuch in unserer Partnerstadt Knaresborough wird erneut zu einem beeindruckenden Erlebnis englischer Gastfreundschaft.
  • Die Sanierung des Rathauses ist abgeschlossen. Sie war nicht ganz unumstritten, zahlt sich aber aus. So ist z. B. der Gasverbrauch für die Heizung um weit mehr als die Hälfte zurückgegangen - aber Hauptsache es ist mal wieder tüchtig geschimpft worden und der Untergang des Abendlandes wurde ja auch herbeigeschworen.
  • In Ägypten haben die Muslim-Brüder ihre Chance offenbar verspielt. Die Generäle sind wieder da.

August:

  • Das große Baufeld für das Handelszentrum in der Innenstadt wird für die Baufirmen abgesperrt.
  • Die Bauarbeiten für das neue Handelszentrum beginnen. Die HNA nennt es "Bebras neues Herzstück".
  • Die Tour der Hoffnung macht mit zahlreichen Prominenten Halt in Bebra.
  • Matthias Platzeck ist der beliebteste Politiker Ostdeutschlands, wird immer wieder krank und muss schließlich aufgeben.

September:

  • Im September sind Bürgermeisterwahlen. Von vornherein ist klar: Es kann nur Eine oder Einen geben. Der Neue sitzt hier vorn, tritt bald seinen Dienst im Rathaus an und heißt Uwe Hassl. Willkommen!
  • Großen Respekt aber zolle ich auch den unterlegenen Bewerbern Volkmar Hanf, Christina Kindler und Thorsten Bloß. Hut ab vor euren Leistungen.
  • Hut ab aber auch vor meinem Team im Rathaus, das die Wahlen reibungslos und ohne Beanstandungen durchgezogen hat.
    Schließlich waren am 22. September ja auch noch Bundestags- und Landtagswahlen, die möchte ich nicht ganz vergessen.
    Hut ab auch deshalb, weil es bei den Wahlen immer ganz besonders findige Bürger gibt, die schon am Montag nach der Vierer-Wahlrunde übel Beschwerde darüber führen, dass ihnen die Stimmzettel für die Stichwahl noch nicht zugegangen sind.
    Liebe Leute, wenn wir die am Montag schon fertig gehabt hätten, wäre doch wohl etwas faul gewesen, oder? Schließlich musste doch erst gewählt und ausgezählt werden. Außerdem müssen Stimmzettel auch erst gedruckt werden.
    Übrigens Bei diesen Beschwerdeführern waren Akademiker dabei.
    Festzustellen bleibt: Es gab keinerlei Beanstandungen. Und Hut ab auch vor den Wahlhelferinnen und Wahlhelfern in den Wahllokalen. Viele von ihnen waren gleich an zwei Sonntagen im September im Einsatz. Das sind wahre Stützen der Demokratie.
  • Marcel-Reich Ranicki, Großkritiker und Literaturpapst, stirbt.
  • Im Bund und im Land Hessen sind Wahlen. Fast drei Monate später stehen tatsächlich schon die Regierungen fest. Toll!

Oktober:

  • Flugkörper aus ganz Deutschland waren beim Drachenfest in Iba zu sehen. Der Kirmesfestzug in Weiterode war wieder einmal ein echter Hammer.
  • Liebe Leute aus Weiterode, was ihr euch da jedes Jahr einfallen lasst und auf die Straße umsetzt, das sucht weit und breit seinesgleichen. Das ist immer wieder unglaublich.
  • Das Fundament des Handelszentrums wächst und zum Heimatabend aus Anlass der Bäwerschen Kirmes zitiere ich mal wieder gern die HNA: Very, very good!
  • In Breitenbach beginnt der Bau für die neue Kindertagesstätte mit 74 Plätzen.
  • Die U21 Nationalmannschaft der Rollstuhlbasketballer mit dem Bebraner Jens Albrecht wird für die Wahl zum Sportler des Jahres nominiert.
  • In Griechenland macht die "Morgenröte" von sich reden, eine Partei, die Terror predigt und ausübt.

November:

  • Der Bahnhofsrundgang in Bebra zieht viele Menschen. Die Diskussion über die Nutzung von Inselgebäude und Lokschuppen bringt viele gute Ideen hervor.
  • Was fehlt, ist ein Träger, der nicht Stadt Bebra heißt.
  • Das berufliche Gymnasium erweitert sein Angebot um die Schwerpunkte Gestaltungs- und Medientechnik; eine Erfolgsgeschichte geht weiter.
  • 75 Jahre nach der Reichspogromnacht gedenken wir in Bebra der Barbarei gegen die jüdischen Mitbürger. Es waren Menschen wie du und ich.
  • Mit ehrenamtlichem Engagement mischt Ellis Saal seit 15 Jahren die Kulturszene in der Region auf. In einem sehr lesenswerten Kurzinterview spricht Klaus Wittich, seit 2007 Vorsitzender des Kulturvereins Ellis Saal, von Leidenschaft und Alpträumen.
  • Lieber Klaus Wittich, liebe Leute von Ellis Saal, gäbe es euch nicht, man müsste euch neu erfinden. Was bei euch und damit bei uns abgeht, das ist einfach große Klasse.
  • Sebastian Vettel gewinnt zum vierten Mal die Weltmeisterschaft in der Formel 1.

Dezember:

  • Im Dezember zieht Xaver übers Land. Gott sei Dank gibt es wenig Schäden in Bebra und Umgebung.
  • Die Krempe macht wieder auf und Jens Albrecht ist mit seinem Team tatsächlich Mannschaft des Jahres des Deutschen Behindertensportverbandes geworden. Herzlichen Glückwunsch!
  • Nelson Mandela stirbt. Die Welt und Südafrika nehmen in einer bewegenden Feier Abschied von Tata Madiba.
  • In Frankreich stürzt ein 45-jähriger Familienvater beim Skifahren. Sein Name ist Michael Schumacher.

 

Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, war der Jahresrückblick. Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Lassen Sie mich nun ein paar Dinge sagen - meine Meinung:

In Bebra, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stets gemeinsam versucht, eine solide Haushaltspolitik zu betreiben. Unter den Schutzschirm mussten wir bisher nicht schlüpfen.

Nun gibt es die so genannte Schuldenbremse - sozusagen von Verfassungsrang im schönen Lande Hessen. Diese Schuldenbremse haben in erster Linie diejenigen eingeführt, die mal lieber besser selbst weniger Schulden gemacht hätten, auch wenn dies meine eigenen Parteifreunde betrifft. Also erst tüchtig Geld ausgeben und dann dafür sorgen, dass eine Schuldenbremse für alle kommt. Das ist sozusagen ein selbst angelegter Maulkorb.

Betroffen ist aber nicht nur das Land.

Betroffen sind nicht nur die sogenannten Schutzschirmkommunen.

Betroffen sind auch alle anderen Gemeinden und Städte, auch wenn Sie weit davon entfernt sind, vor einer finanziellen Katastrophe zu stehen.

Auch wir in Bebra müssen die so genannten "Freiwilligen Leistungen" abbauen. Freiwillig sind alle Leistungen, zu denen die Kommunen nicht gesetzlich verpflichtet sind. Als Beispiel nenne ich dann mal die Vereinsförderung.

Wenn man es auf den Punkt bringen möchte, bleibt nur festzustellen, dass mit einer Streichung des kompletten Portfolios von Freiwilligen Leistungen die Kommunen nur noch verwalten und so gut wie nicht mehr gestalten können.

Ich habe es bereits bei der Einbringung des Haushaltes ausgeführt: Ohne einen so genannten Abbaupfad über unser Defizit, dass im übrigen rein systematisch erst durch die Einführung der Doppik aufgetreten ist, wird uns durch die Obrigkeit kein Haushalt mehr genehmigt.

Wir werden also, und meine geschätzten Kollegen Grunwald, Becker und Hilmes nehmen mir das bitte nicht übel, auf eine Stufe mit den Schutzschirmstädten und Schutzschirmgemeinden gestellt.

OK, mag man sagen, das ist dann ja mal ein Warnschuss vor Bug. Offenbar aber haben diesen Warnschuss noch längst nicht alle gehört.

Ich werde auch hier bei meiner letzten Neujahresrede aus meinem Herzen keine Mördergrube machen und Tacheles reden, auch wenn es einigen nicht gefallen mag.

Wissen Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, auch ich kann mich ebenso wie unserer Stadtverordnetenvorsteher der Faszination eines perfekten Bahnhofes in kommunaler Hand nicht entziehen.

Dummerweise verhindern es die Fakten, allzu lange davon zu träumen.

Alles, was ich bisher so gehört und gelesen habe und was die Zukunft des berühmt berüchtigten Lokschuppens und des Stadtbild prägenden Inselgebäudes betrifft, ist nicht ohne gewaltige kommunale finanzielle Beteiligung machbar.

Alles, was ich bisher an Wirtschaftsplänen und Nutzungskonzepten gesehen habe, hat eine finanzielle Beteiligung, wenn nicht gar eine Trägerschaft durch diese Stadt zur Folge.

Wenn die Zahlen im einzelnen anders ausgesehen haben mögen, so waren sie, um mich etwas vorsichtig auszudrücken, optimistisch angesetzt. Ich könnte es auch anders formulieren.

Und wissen Sie, was mich so stört? Immer wenn etwas viel Geld kostet in Bebra, richten sich die Augen derer, die es gern hätten, auf die Stadtväter und Stadtmütter, in erster Linie auf den Bürgermeister. Wie oft habe ich es hier gepredigt, im Ernst und auch im Scherz: Wir haben den Dukatenesel nicht gefunden. Wir haben auch keine eigene Münze und keine Gelddruckerei.

Und jetzt bringe ich es mal auf den Punkt: Wenn die bisherigen Vorschläge zur künftigen Gestaltung von Lokschuppen und Umgebung und vom Inselgebäude umgesetzt werden, dann müssen diese Vorschlagsträger der Bürgerschaft bitte auch erklären, warum Grund- und Gewerbesteuer nicht verdoppelt, sondern vervielfacht werden müssen und warum ein Kindergartenplatz 300 € im Monat kosten wird. Nichts anderes hätte derartiges zur Folge.

Wir haben nun mal kein top florierendes Möbelunternehmen, das einen baufälligen und in höchstem Maße altlastverdächtigen Lokschuppen kurzerhand in ein schmuckes Möbelgeschäft umwandelt. Wir haben auch keinen Milliardär, der uns mal eben alle Schulden abnimmt oder reich mit Sozialeinrichtungen beschenkt.

Nein, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir müssen jeden Cent von unseren Bürgerinnen und Bürgern erwirtschaften. Und es muss endlich mal Schluss sein mit dieser Heuchelei: Keiner will hier mal kurzerhand Bebras Geschichte mit der Abrissbirne zusammenkloppen. Aber schlaue Vorschläge habe ich nun wirklich genug gehört. Allein, was nicht ein einziges Mal vernommen habe, ist eine realistisches Konzept zur Finanzierung der großartigen Pläne ohne essenzielle kommunale Beteiligung.

Wissen Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, zum Ende meiner Amtzeit fällt einem der Abschied schwer. Manches was man sich aber nicht mehr antun muss, macht ihn auch leichter. Ich bin es nämlich wirklich leid, als Verantwortlicher für den Status Quo auf dem Bebraer Bahnhof vorgeführt zu werden.

Wer, meine sehr geehrten Damen und Herren, hat denn den Lokschuppen und die Drehscheibe verkommen lassen?

Wer, meine sehr geehrten Damen und Herren, hat denn offenbar in den letzten Jahrzehnten keinen Cent mehr in das Inselgebäude investiert?

Waren wir es?

Wir, die Verantwortlichen von der Stadt Bebra?

Oder war es jemand anders? Oder kennt die DB Bebra schon Jahre nicht mehr?

Aber jetzt, wo das Kind wo das Kind im Brunnen liegt, richten sich alle Augen auf uns.

Und das, meine sehr geehrten Damen und Herren, geht mir unheimlich auf den Geist.

Wir sanieren mal eben die Innenstadt. Bauen ein großes Einkaufszentrum, weil sich ja in Bebra was tun muss und weil sich in Bebra ja auch was tut.

Wir wollen den Breitenbacher See zu einen Naherholungszentrum umgestalten.

Wir wollen familienfreundlich in die Zukunft gehen.

Wir wollen nachfolgenden Generationen gesicherte Finanzen überlassen.

Und nebenbei wollen wir auch noch all das ins Reine bringen, was andere versaubeutelt haben.

Und dann vielleicht sogar noch die Welt retten!

Nein, meine sehr geehrten Damen und Herren, da muss mehr Ehrlichkeit und vor allem mehr Realismus in die öffentliche Diskussion reinkommen.

Es muss einfach in das Bewusstsein dringen, dass eine Stadt nicht das Mädchen oder der Junge für alles ist.

Vielleicht kann der Weihnachtsmann jeden Wunsch vom Wunschzettel erfüllen - wir können das nicht!

Das muss man den Menschen ganz einfach klar machen.

So geht es nicht!

Und nun will ich zum Schluss kommen:

Es ist soweit: Nach fast 18 Jahren, die seit meinem Amtsantritt im Jahr 1996 vergangen sind, ist jetzt Schluss. Ende, aus, vorbei.

Der "Neue" sitzt bereits dort unten und scharrt mit den Füßen.

Nach all den Jahren im Amt möchte ich mich von meinen zahlreichen Weggefährten, Unterstützern und auch Kritikern in Vereinen und Verbänden, in Politik und Wirtschaft, von den Vertretern anderer Behörden und - nicht zu vergessen - von den Kollegen, den Mitarbeitern und der Bürgerschaft verabschieden.

Gemeinsam haben wir vieles erreicht. Wir haben Wege bereitet, wir haben Wege beschritten, wir haben große Projekte mutig angefasst und die meisten davon erfolgreich umgesetzt. Wir haben viel Lob erfahren und reichlich Kritik einstecken müssen.

Die Stadt Bebra ist eine Stadt im Wandel, voller Chancen und großartiger Menschen.

Mein wichtigstes Ziel war es, die Weichen für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft zu stellen.

All dies ist aber nicht das Werk eines einzelnen Menschen. All dies ist nicht nur das Werk von Horst Groß. Auf meinen teilweise doch schwierigen Wegen habe ich viel Unterstützung erfahren. Ich habe viele treue Wegbegleiter gehabt und neue Freunde dazu gewonnen, so dass ich keinen Tag meiner Amtszeit missen möchte - auch nicht die wirklich schwierigen, auch nicht die traurigen!

Deshalb gilt mein Dank all meinen Freunden und Wegbegleitern, Unterstützern und auch Kritikern, die mit mir gemeinsam diese Wege gegangen sind.

Ich habe in diesen fast 18 Jahren so vieles erlebt, das mein Leben bereichert hat, dass mir nur eines bleibt: Aus tiefstem Herzen DANKE zu sagen!

Ich habe dieses Amt all die Jahre mit Freude ausgeübt. Doch freue ich mich jetzt darauf, mich den Dingen zuwenden zu können, die in der Vergangenheit oft zu kurz kamen.

Für mich ist es ein Ende - aber das Leben geht weiter. Bitte schenken Sie meinem Nachfolger Uwe Hassl das gleiche Vertrauen, das Sie mir stets entgegengebracht haben!

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, Glück und Zufriedenheit, vor allem jedoch Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

Machen Sie's gut!