Magistrat der Stadt Bebra
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Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Start: Imshausen Ortsmitte, B 5 - Wandertafel - Straße „Tannenbergweg“ - bergauf - Hof Vockerode/Tannenhof - Rechtskurve vor dem Anwesen - links am Weg etwas erhöht das Steinlabyrint (von links kommt der Weg von Braunhausen) - um den Hegeküppel, 399m - Wasserbehälter - rechts abbiegen vor den 4 Windrädern - (früherer Wanderweg geradeaus nach Gut Boxerode existiert nicht mehr) - Linkskurve vor dem Landmaschinenplatz - Wasserbehälter - rechts auf der K 55 ca. 200 m gehen - spitzwinklig nach links auf die K 53 gehen - nach ca. 150 m die K53 nach rechts verlassen - Feldweg - geradeaus am ersten Weg rechts abbiegen auf den Asphaltweg.

oder geradeaus auf B 5 A

zweiten Weg nach rechts abbiegen zum Rastplatz „Schöne Aussicht“ (links des Weges etwas erhöht) - (oder Abstecher zum Ausflugslokal „Hohe Buche“, Einkehr vereinbaren) - bergab Rasenweg auf die K 53 von Dens kommend bis Kreuzung mit der K55 aus Cornberg kommend verbinden sich der B 5 A wieder mit dem B 5.

B 5 weiter „Bebraer Straße“ nach Solz Ortsmitte - rechts der Straße Solzer Kirche - B 5 nach links „Ibaer Weg“ gehen (gleichzeitig B 6 von Iba kommend) – geradeaus - links Hesselkopf, 403 m - Wasserbassin 1941 - herrliche Aussicht - rechts des Weges Hundskopf, 371 m - Rechtskurve Asphaltstraße - Friedhof links des Weges - Imshausen Ortsmitte.

Wanderstrecke: B 5 ca. 11,5 km

Wanderstrecke: B 5 A ca. 12 km.

Wegweiser B 5 und B 5 A

Imshausen liegt im Solzbachtal, 290 m N. N. Der Name "Ymeshusen" taucht in einer Urkunde vom 20.11.1278 über den Verkauf aller Güter von Imshausen auf. Das Dorf muss also wesentlich älter sein. Es war schon sehr früh ein „Adelsdorf“. Seit 1369 ist das Adelsgeschlecht „von Trott zu Solz“ ansässig, in dessen Besitz sich wahrscheinlich urkundliche Unterlagen befanden. Das Archivmaterial lagert im Hessischen Staatsarchiv zu Marburg. Das Wahrzeichen des Dorfes ist das 1791 als Dreiflügelanlage erbaute Schloss der Familie von Trott zu Solz. Es steht in einer Parkanlage mit prächtigem alten Baumbestand. ln den über zwei Jahrhunderten hat es eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt

Hier lebten seit 1919 Adam von Trott zu Solz mit seinen Eltern. Er verbrachte seine Jugend bis zum Abitur 1927 in Imshausen. Danach lebte er während seiner Studienzeit und in späteren Jahren in vielen fremden Ländern und Erdteilen. Als die „Untermühle“ für das bestehende Kinderheim zu klein wurde, fanden heimatlose Kinder nach dem 2. Weltkrieg in dem Schloss eine Unterkunft. Der Familienbesitz ging in das Eigentum der „Kommunität Imshausen“, einer evangelischen Ordensgemeinschaft, über. Seit 1985 hat die „Stiftung Adam von Trott“ ihren Sitz in diesem Schloss. Viele Tagungen mit religiösen, ökumenischen, politischen und wissenschaftlichen Themen finden hier statt. Adam von Trott zu Solz wurde aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Gruppe des Widerstandes gegen Adolf Hitler am 26. August 1944 in Berlin mit vielen anderen Widerstandkämpfern hingerichtet. Auf einer Anhöhe einige hundert Meter südwestlich dieses Anwesens befindet sich das Gedenkkreuz, das an den Widerstandskämpfer Adam von Trott zu Solz erinnert. Seit 1984 finden Gedenkfeiern statt.

B5 Wanderweg

Mehr über diese weltgeschichtlichen Ereignisse ist nachzulesen in dem Buch „Deutscher Wiederstand 1933 – 1945 – Adam von Trott zu Solz“ von Henry O. Malone. Weitere Informationen finden Sie in „Bebra – Chronik einer Stadt, Band 2“ und „Bebra und seine Stadtteile – bildschön“ sowie in „Rund um den Alheimer“.

Im Jahre 1278 war in Imshausen bereits eine kleine Kirche. Sie ist aus einer kleinen Kapelle entstanden. Die Jahreszahl 1568 über dem Seitenportal lässt vermuten, dass in dieser Zeit der kleine flache Saalbau (8 x 6 m) gebaut wurde. 1635 wurden Imshausen und Solz von den kaiserlichen Truppen geplündert und „verheeret“. Das Kirchlein verfiel und wurde später wieder errichtet. 1924, 1960 und 1975 wurden Renovierungen durchgeführt. Glocken wurden 1591 für Imshausen und Asmushausen gegossen.

Von der Dorfschule wird 1785 berichtet, dass der Schulmeister in seinem eigenen Haus die Kinder unterrichtete. Als Entlohnung hatte er einen Garten von 17 m². Von der Bevölkerung bekam er jährlich sechs Zentner und sieben Metzen Korn sowie 23 Reichstaler für Kirchendienste (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Glockenläuten und Hilfestellung beim Gottesdienst). Um 1835 gab es keinen Lehrer mehr in Imshausen; die Kinder mussten nach Solz zur Schule gehen.

Der Hof „Vockerode“/„Tannenhof“ gehörte ehemals zum Trottschen Besitz. Seit vielen Jahren befindet sich die Kommunität Imshausen in dieser Anlage. Es werden alternative Landwirtschaft und Tee-Anbau, ein Hofladen u. v. a. betrieben und Tagungen durchgeführt.

Der B 5 führt vom Hof „Vockerode“/„Tannenhof“ am „Hegeküppel“, 399 m, vorbei in Richtung der vier Windräder. Solz, 355 m N. N., ist in eine Senke eingebettet, umgeben vom Hegeküppel, 399 m, Hesselkopf/Spempel, 403 m, Schmiedsberg/Dammerser Berg, 429 m, und Hohe Buche, 439 m.

Erste Erwähnung des Ortes „villa Sulzaha“ It. Urkunde vom 25. Februar 960. Der Name „Sulza“ wird 1146 in Urkunden verwendet. 1252 wird im Zusammenhang mit Solz der Name Trott erwähnt. Er war wahrscheinlich Burgmann auf der Reichsburg Boyneburg.

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Die Kirche mit dem wuchtigen Sandsteinturm und aufgesetztem Achtecksockel, auf dem eine achtflächige Kuppel mit Wetterhahn steht, wird 1350 erstmals erwähnt. Sie prägt mit dem großen Fachwerkbau in der Burganlage der Trottenburg die optische Charakteristik von Solz. Hier befindet sich der ursprüngliche Ortskern. Nach der Erweiterung und Renovierung der Kirche im Jahre 1573 durften nun auch nichtadelige Bewohner die Kirche besuchen. Das war vorher nicht möglich. Die beiden Glocken (1487 und 1592) mussten 1942 zum Einschmelzen für Kriegszwecke abgeben werden. Es kam aber nicht zum Einschmelzen; 1948 wurden die Glocken wieder zurückgegeben. 1687 wurde die erste Orgel in die Kirche in Solz eingebaut. Baufälligkeiten sorgten für Veränderungen der Kirche. 1828 wurde die Kirche wegen Einsturzgefahr geschlossen. 1830 wurde sie wieder instandgesetzt. 1897 stürzte der alte Kirchturm ein und wurde 1928 wieder neu errichtet. Das alte Kirchenschiff war ein Fachwerkbau. Wegen Baufälligkeit wurde am 8. Juli 1973 mit dem Bau eines neuen Kirchenschiffes begonnen. Am 11. August 1974 konnte sich die Gemeinde wieder in ihrem Gotteshaus versammeln. Anfang August 2004 wurden das 75-jährige Jubiläum des Wiederaufbaus des Kirchturms und das 30-jährige Jubiläum der Einweihung des neuen Kirchenschiffes festlich begangen.

Der Kupferschieferbergbau wird 1460 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Durch die Folgen des 30-jährigen Krieges wurden der Kupferschieferbergbau und die Schmelzöfen stillgelegt 1684 wurde jedoch wieder neu begonnen. Um 1700 entsteht die „Richelsdorfer Hütte“. Nach weiteren Unterbrechungen wurde der Kupferschieferbergbau 1936 wieder aufgenommen. Die Schächte „Schnepfenbusch“, „Wolfsberg“ und „Reichenberg“ erhielten Förderanlagen und Betriebsgebäude. In den 1950er Jahren gab es Wassereinbrüche bei den Schächten. Daraus ergab sich später die Stilllegung des Kupferschieferbergbaus in dieser Region.

Der Lehnsbesitz der Herren von Trott wird 1506 ausgedehnt. Das Gebiet Solz, Imshausen, Wildeck, die Höfe Boxerode, Gunkelrode, Mosebach und Bodenthal, die Dörfer Süß, Diemerode, Breitau, Lispenhausen, Niederellenbach, Schwarzenhasel und Ersrode gehören dazu und bilden ein eigenes adeliges Gericht. Die Gerichtsbarkeit wird von den Herren von Trott ausgeübt. Der Flurname „Am Galgenberg“ zeugt von dieser Zeit. Bis 1826 hatten die beiden Familien von Trott und von Verschuer das selbständige adelige Gericht. Die höhere (Kriminalgerichtsbarkeit) mussten sie schon früher abgeben. Solz kam zum Justizamt Nentershausen.

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In der Nähe der Burganlage befindet sich seit 1990 in einem teilweise aus dem 14. Jahrhundert stammenden Fachwerkbau ein interessantes Spielzeugmuseum. Seit 1922 gibt es ein Wasserwerk in Solz. Bis dahin versorgten sich die Bewohner durch Brunnen; oft bestand Wassermangel. Ein Jahr später, 1923, begann die Stromversorgung.

Auf dem „Triesch“ („Hohe Buche“) bei Solz begann 1931 die Segelfliegerei. 1932 wurde die „Wilhelm~Trieselmann-Halle“ eingeweiht. An Flugtagen herrschte Massenbetrieb; bis zu 2000 Menschen fanden sich ein. Durch den Krieg wurden die Gebäude stark zerstört und wegen der dichten Lage zur damaligen Zonengrenze zwischen der amerikanischen und sowjetischen Besatzungszone nicht wieder aufgebaut.

Sie finden umfangreiche Informationen in dem Buch „Solz - unser Dorf gestern und heute", „Rund um den Alheimer“ und in Büchern anlässlich von Jubiläumsfeiern.

Viel Freude beim Wandern!