Magistrat der Stadt Bebra
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Donnerstag: von 14:00 - 17:00 Uhr

 

 

Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Start B 4/B 4 A: Braunhausen, Ortsmitte Straße „Zum Hummerich“ (links vom Hof Meyer) ­Spielplatz - nach rechts auf asphaltiertem Weg weiter - nach Waldstück links auf dem Hauptweg weiter - an einer Bank an der Waldspitze vorbei – Asphaltbeschichtung endet – Linkskurve - Hütte mit Aufschrift: „Denk daran: Wo der Wald grünt, blüht das Land.“ - mehrere Schautafeln - auf einer kleinen Anhöhe eine Bank - wir wandern nach rechts und gehen über den Brodberg, 405 m - große Wegekreuzung, weiter Weg B 4 - oder Abkürzung B 4 A (trifft später wieder auf den B 4) - links des Weges ein Sendemast - rechts das frühere Forsthaus (Teilstück des alten Höhenweges Bebra - Cornberg - Sontra) - Abzweig nicht nach Cornberg, sondern rechts abbiegen (kurzes Teilstück X 9/Wartburgpfad) nach O - etwas später B 4 nach S um den Großen Bärenkopf, 413 m - Zick-Zack-Kurs durch den Wald - B 4 A trifft wieder auf den B 4 - Sicht auf 4 Windräder bei Solz - ca. 150 m rechtwinklig auf den Feldweg abbiegen - Waldrand am Harrod, 369 m und am Immenberg, 377 m entlang - Grube Franziska - Ortsanfang Braunhausen – „Am Molkenborn“ - zum Ausgangspunkt.

Wanderstrecke große Runde ca. 13,5 km

Wanderstrecke kleine Runde ca. 9 km

Einkehrmöglichkeit zurzeit in Cornberg oder Rucksackverpflegung.
Braunhausen liegt in dem schmalen Molkeborntal, das in Gilfershausen beginnt. Es erstreckt sich über Braunhausen hinaus bis zum „Halben Forst“ („Braunhäuser dürre Seite“). Braunhausen erreicht man von Bebra über Gilfershausen oder über Asmushausen.

Wandern von Bebra beginnend – abzweigen vom B 2 nach Braunhausen auf den B 4

Start: Bebra, Knaresboroughplatz (altes Postamt) - B 2-Wegweiser folgen - Gilfershäuser Straße - „Eiserne Brücke“ - erste Straße links - „Blücherstraße" geradeaus - Fußgängerunterführung - Betonstraße - „Konrad-Horchler-Haus“ (Schützenhaus) - geradeaus bergauf - östliche „Franzosenstraße“ - Höhenweg (ca. 300 m N. N.) Richtung Asmushausen bis Rastplatz rechts - mehrere Bänke unter Birken - Blick auf das tiefer liegende Braunhausen - nach rechts bergab gehen - Eisenbahnbrücke überqueren - bergab - Braunhausen Ortsmitte ­Wandertafel - Beginn Weg B 4.

Wegweiser B 4 und B 4 A

Die Ersterwähnung des Ortes ist mit dem Jahr 1252 datiert. 2002 fand die 750-Jahrfeier statt. Der Ort ist aber wahrscheinlich noch älter. Orte die auf ,,-hausen" enden, wurden meist früher als in der Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet. Aus den Ortsnamen „Brunshusen“ (Zinsregister Hersfeld 1340), Brynhusen bzw. Brunhusen (Kloster Blankenheim 1344 bzw. 1463) und „Burghausen“ (deutet auf eine Burg oder Schloss, Casselsches Salbuch) bildete sich im Laufe der Jahrhunderte der Name Braunhausen. Der frühere Flurname „Habichtsthal“ kann von der Wüstung (frühere Ansiedlungen) „Habichtsthal“ herrühren. Der Flurname „Vockerodsgraben“ bzw. „Hof Vockerode“ (Tannenhof) könnten mit der Wüstung „Volkenrode“ zusammenhängen.

B4 Wanderweg

 Bis zum Bau einer eigenen Dorfkirche 1565 gingen die Braunhäuser Christen in die Asmushäuser Kirche. Dort gab es eine „Braunhäuser Thüre“, die heute noch zu sehen ist. Das „Kirchenstuhlrecht“ in Braunhausen, das Recht auf einen festen Sitzplatz und einen eigenen Kirchenstuhl, wurde 1891 beendet; Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits Bedenken über dieses Privileg, das mit Ansehen und Standesfragen der Person zu tun hatte. Im April 1899 hatte der Kirchenvorstand Braunhausen den Neubau einer Kirche beschlossen. Baubeginn war im März 1902. Die Einweihung fand im Mai 1905 statt. Wegen finanzieller Enge wurde keine neue Orgel eingebaut, sondern Teile der alten Orgel verwendet und modernisiert. Zwei Guss­-Stahlglocken (100 und 70 kg) und eine Bronzeglocke (50 kg; sie musste im 1. Weltkrieg 1917 an den Staat abgegeben werden) wurden aus der alten Kirche in die neue Kirche überführt. Die alte Kirche wurde 1905 für 300 Mark verkauft und ein Jahr später abgebrochen.

Das Schulhaus wurde seit 1784 nicht mehr genutzt und verkauft. Der damalige Schulmeister unterrichtete die Kinder in seinem eigenen Haus; sein Sohn baute im eigenen Haus einen neuen Schulraum. Die Familie hat heute noch den Beinamen „Schuls“. Im Zuge der Schulreform in den 1960er Jahren wurde die Dorfschule in Braunhausen geschlossen. 1966 wurden die Braunhäuser Schulkinder in die damalige Mittelpunktschule Bebra übernommen.

B4 Wanderweg

Fast 400 Jahre mit zwischenzeitlichen längeren Unterbrechungen wurde in dieser Region Bergbau betrieben. Der Beginn im „Braunhäuser Revier“ war 1573 ein Bleibergwerk. Wegen der geringen Mächtigkeit der Kupferschieferflöze im Gegensatz zu den Vorkommen im "Richelsdorfer Schiefergebirge" wurde hier nur wenig abgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Schwerspatabbau wirtschaftlich zu werden. Im „Braunhäuser Revier“ begann der Abbau um 1890. Das Abbaurecht im "Grubenfeld Franziska" wurde 1867 urkundlich festgelegt. In den 1920/30er Jahren war der Betrieb eingestellt. 1937 eröffnete die Deutsche Baryt-Industrie die Grube Franziska wieder; 1967 wurde die Grube endgültig geschlossen.

Die Eisenbahn hatte für Braunhausen immer Bedeutung. 1872 wurde der Bau der Strecke Friedland - Eichenberg - Sontra -Cornberg - durch die Gemarkung Braunhausen - nach Bebra begonnen. Es wurden die „Doppelte Brücke“ und der „Braunhäuser Tunnel“ gebaut. Im März 1945 wurde die „Doppelte Brücke“ gesprengt, im Juni von den Amerikanern eine Hilfsbrücke gebaut, die im gleichen Jahr durch einen Damm ersetzt wurde. Bei der Planung der Elektrifizierung der Bahnstrecke stellte sich heraus, dass die Tunnelröhre des „Braunhäuser Tunnels“ für die Installierung der Oberleitung zu eng war. Im Frühjahr 1961 wurde begonnen, die Erdmassen abzutragen und die Tunnelröhre freizulegen und schließlich zu entfernen. Der Neigungswinkel der Böschungen löste Bedenken bei Fachleuten und sachkundigen Bürgern aus: wegen der Schichtung könnte es zu Erdrutschen kommen. Am 18.05.1962 um 4:15 Uhr verschüttete ein riesiger Erdrutsch auf 100 m Länge die eingleisig befahrene Strecke. Obwohl täglich bis zu 145 Züge die Strecke in beiden Richtungen durchfuhren, kam niemand zu Schaden. Durch das „Aufschlitzen“ des Braunhäuser Tunnels wurde der Höhenweg zwischen Braunhausen und Asmushausen unterbrochen. Deshalb wurde „Im Sambach“ eine neue Brücke über die Bahnstrecke gebaut. Bis zum 19. Jahrhundert war dieser Höhenweg die Handelsstraße der Kaufleute, die „Frankfurter Straße“. 1806 zog Napoleon mit seinen Truppen gegen Russland auf dieser Straße in den Osten. Sie heißt deswegen heute noch (östliche) „Franzosenstraße“.

B4 Wanderweg

Die Landwirtschaft im Haupt-und Nebenerwerb war in Braunhausen immer eine wichtige Stütze für den Lebensunterhalt. Das hat sich sehr verändert. Viele Betriebe wurden aufgegeben. Weitere Informationen finden Sie in der „Chronik - 750 Jahre Braunhausen, 1252 -2002" bzw. in „Rund um den Alheimer“.

Viel Freude beim Wandern.