Magistrat der Stadt Bebra
Rathausmarkt 1, 36179 Bebra
Telefon: (0 66 22) 501-0, Telefax: (0 66 22) 501-200


Sprechzeiten

Montag - Freitag: von 08:00 - 12:00 Uhr
Montag: von 14:00 - 17:30 Uhr
Donnerstag: von 14:00 - 17:00 Uhr

 

 

Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Start B 13: Parkplatz Sportplatz Weiterode - Mühlenwiesenweg - Heigernstraße - links abbiegen vor der ev. Kirche – Eisenbahnbrücke unterqueren – Stockhausen – rechts bergauf – links bergauf – Kyffhäuser ­Hütte – „Bürgermeisterstein“ – Waldrand – Abstecher ca. 500 m rechts „Meißnerblick“ – Wanderweg B 13 weiter – nach ca. 3 km (ab Start) – Links-/Rechtskurve – weiter auf dem B 13 oder Linkskurve auf dem B 13 A (siehe nachfolgende B 13 A weiter oder B 13 weiter)

B 13 weiter: Links-/Rechtskurve im Wald Richtung Geltkopf, 301 m – Rudolfsheide – nach knapp 6,5 km (ab Start) – geradeaus auf dem B 13 oder rechts abbiegen auf den B 13 B (Abkürzung) – über den „Auf’m Berg“ wieder auf den B 13

B 13 weiter: Geradeaus – am Abzweig B 13 B vorbei – „Kastenbach“ – „Sechsbuchenweg“ – nach rechts „im Kirchgrund mit dem Meckbach“ – Kneippanlage – Hauptstraße durch Meckbach – Ortsausgang – rechts abbiegen in den „Lindenweg“ – Forsthaus, (nach ca. 10 km ab Start) trifft von rechts der B 13 B wieder auf den B 13 – Asphaltweg – anfangs fast eben – Blick ins Fuldatal – bergab – nach ca. 11,5 km (ab Start) trifft der B 13 A wieder auf den B 13 – links bergab ca. 100 m

Abstecher nach Blankenheim

Vom B 13 nach links unter der Bahntrasse neben der Fulda hindurch oder bei höherem Wasserstand nach rechts die Brücke über die Bahntrasse benutzen, die Fulda auf der Steinbrücke überqueren – Blankenheim ist erreicht.

Von Blankenheim nach Weiterode: auf der Steinbrücke die Fulda wieder überqueren – Sportplatz – links abbiegen – an der Fulda entlang – Ulfenmühle (stillgelegt) – Eisenacher Straße – 1. Bahnunterführung – Eisenacher Straße – vor der 2. Bahnunterführung rechts abbiegen – Mühlwiesenweg – Parkplatz Sportplatz Weiterode, Ausgangspunkt.

B 13 weiter  - ab Abzweigung nach Blankenheim:

Nach rechts zur Waldecke mit einer Bank – auf dem Waldweg am Waldrand am „Lämmersteig“ entlang, rechts der Bahnlinie Richtung Weiterode Nähe der Eisenbahnbrücke ca. 50 m steil bergauf – Waldweg – Feldweg – asphaltierter Weg – links abbiegen, Bahnunterführung unterqueren – Friedhof Weiterode – rechts abbiegen, Friedhofstraße – ev. Kirche – Heigernstraße (Heigernstraße zu Beginn in umgekehrter Richtung) – links abbiegen, Mühlwiesenweg – Parkplatz Sportplatz Weiterode, Ausgangspunkt.

Wanderstrecke B 13: ca. 14,5 km mit Abstecher über Blankenheim 16 km

Wanderstrecke B 13 A: ca. 8 km mit Abstecher über Blankenheim 9,5 km

Wanderstrecke B 13 B: ca. 13 km mit Abstecher über Blankenheim 15 km

B13 Wanderweg

Die Kirche von Weiterode steht auf einer Anhöhe und ist weithin sichtbar. Der Glockenturm mit dem Hauptaltar stammt aus dem 13. Jahrhundert. 1619 fand ein großer Umbau der Kirche statt. Weitere Bautätigkeiten erfolgten in den kommenden Jahrhunderten. 1719 wurde bei der Erneuerung eine gewölbte Holzdecke mit verteilten einzelnen Bildausschnitten, sogenannten Kartuschen, bemalt. An den Emporen befinden sich Spruchbilder mit bildlichen Darstellungen. In der Spezialbeschreibung von 1782 wird ausgeführt, dass Weiterode kein Pfarrhaus hat und der Prediger in Breitenbach wohnt. Vor dem 1. Weltkrieg war Weiterode der „Mutterkirche“ Breitenbach unterstellt. Ab 1914 wurde Weiterode eine selbstständige Gemeinde mit einer eigenen Pfarrstelle. Seit 1929 gibt es in der Weiteröder Kirche keine Kirchenstände mehr. Diese Stammplätze konnten bis dahin die Gemeindemitglieder jährlich neu pachten. Über den Bänken im Erdgeschoss befinden sich zwei Emporen auf jeder Seite des nicht genau in der Mitte des Kirchenschiffes liegenden Mittelganges. Die Kanzel befindet sich im Chorraum hinter dem Altar. Die Orgel steht in Blickrichtung vom Altar auf der gegenüber befindlichen oberen Empore. 1972 wurde die drei Klanggussglocken der Töne „e“, „g“ und „a“ von 1948 durch vier neue Bronzeglocken ersetzt.

Die letzte große Renovierung wurde am 26.07.2002 in der HNA in einem Bericht über die renovierungswürdigen Bilder an der Decke der Kirche angekündigt. Das Ergebnis der Renovierung beschrieb die HNA in einem Folgebericht am 11.01.2005. Die 1739 eingebaute Orgel wurde abgebaut, gesäubert und die Malereien freigelegt. Die Gemälde und Spruchbilder im Innenraum wurden restauriert  und erstrahlten in neuem Glanz. Um zukünftig schädliche Einflüsse des Raumklimas auf die Malereien zu verhindern, wurde ein entsprechendes Dämmungssystem geschaffen. Die Holtonnendecke wurde in das Raumklima integriert.

Blankenheim wird 1155 in einer Urkunde des Klosters Walkenried im Südharz, das der Reichsabtei Fulda unterstand, unter die Schutzherrschaft Landgraf Ludwig II (1140 bis 1172) gestellt. Zeuge ist u. a. Poppo von Blankenheim, der einen Gutshof in Blankenheim besaß.

Blankenheim mit dem Gutshof ist sicher viel früher entstanden. Bezeichnungen mit der Endung „‑heim“ sind charakteristisch für Orte, die von Franken besiedelt wurden. Um 500 besiegten die Franken die Alemannen, die sie aus ihren Wohnsitzen im heutigen Mainfranken vertrieben. Die Franken siedelten an der oberen Werra  und Fulda. Um 535 unterwarfen die Franken das Königreichs Thüringen. Die fränkischen Adeligen errichteten befestigte Gutshöfe auf Anhöhen, um Feinde früh zu erkennen und ihre Ländereien gut zu überblicken. In Blankenheim, Breitenbach und Weiterode findet man diese Bauweise. Eine andere bevorzugte Bauart waren Wasserburgen, wie z. B. in Lispenhausen und Schwarzenhasel.

1190 gründete Abt Siegfried von Hersfeld in Aua ein Nonnenkloster des Augustiner‑Ordens. 1129 verlegte er dieses Kloster nach Blankenheim. Das Eingangsportal der Kirche stammt wahrscheinlich aus dem späten Hochmittelalter. An beiden Seiten befinden sich Säulen mit Schaftungen frühgotischen Kapitellen (Pfeilerabschüsse). In dem darüber liegenden Giebelfeld ist ein ringdurchflochtenes lateinisches Kreuz in Stein gearbeitet. Bei diesem Kreuz handelt es sich  um eine einmalige Gestaltung, die bisher noch an keiner kirchlichen Einrichtung gesehen wurde.

Die heutige Kirche in Blankenheim ist nur ein Teil der ehemaligen Kreuzbasilika. Ein Pfarrer der Kirche in Blankenheim wird 1254 zum ersten Mal erwähnt. Blankenheim war von 1339 bis 1569 Mutterkirche u. a. von Breitenbach. 1569 wurde Blankenheim Filialkirche der Mutterkirche Breitenbach bis heute. Der letzte katholische Pfarrer, seit 1505 im Amt, konvertierte 1527 und wurde im gleichen Jahr evangelischer Pfarrer in Breitenbach bis 1556.

Helfrich von Rotenburg vererbte im Testament vom 30.07.1252 das Dorf Dens mit dem Patronat, Güter in Solz, das Eigengut in Lispenhausen, 4 Hufen(Hufe = altdeutsche Bez. für Ho)f in Braunhausen, 1 Hufe in Mecklar und 13 Lehnsgüter in Hegershausen an das Kloster Blankenheim. Helfrich von Rotenburg wollte so das Seelenheil seiner drei verstorbenen Söhne, seiner Gattin und sein eigenes Seelenheil finden. Das Kloster diente den Burgmannen der Burg Rodenberg als Unterschlupf für ihre verwitweten Frauen oder unverheirateten Töchter. Die Burgmannen waren wehrpflichtig und nahmen an Kämpfen der Könige in Deutschland und Italien, wie auch an Kreuzzügen teil. Dabei hatte Helfrich drei Söhnen verloren.

1600 begann Landgraf Moritz seine Pläne umzusetzen, die Fulda von Kassel nach Fulda schiffbar zu machen. Das Bistum Fulda lehnt jedoch ab. Die Schiffe konnt4n nur bis Hersfeld fahren. Am 03.06.1600 fand die erste Probefahrt von Landgraf Moritz und Abt Joachim von Hersfeld mit 3 Schiffen von Kassel nach Hersfeld statt. Es waren noch viele Mängel zu beseitigen. 1602 wird von der 2. Probefahrt berichtet:“anno 1602, als Herr Landgraf Moritz lobseliger Gedächtnis die vorher schon beschriebene erste Schifffahrt auf der Fulda von Rotenburg herunter nachher mit 3 Schiffen einrichtete, begegnete dem Dorf Blankenheim die Ehre, dass der Herr Landgraf samt bei sich habender Suite dasselbe übernachtete …“.

B13 Wanderweg

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 hat in Blankeheim viel Leid verursacht. Am 30.05.1623 schlug Tilly sein Quartier in Hersfeld auf. 8.000 Reiter und 25.000 Soldaten seiner Truppen lagerten in den umliegenden Dörfern, so auch in Blankenheim und zogen bis Bebra und Rotenburg. Weiter Kriegsereignisse, die hier nicht beschrieben werden, musste die Bevölkerung im Fuldatal ertragen.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde jährlich im Frühjahr ein Holzsteg für Fußgänger über die Fulda gebaut; im Herbst wurde der Steg wegen des Hochwassers wieder abgebaut. Die Fuhrwerke konnten nur bei niedrigem Wasserstand durch die Wasserfurt auf die Ländereien am anderen Fuldaufer gelangen. 1902 beantragte die Gemeinde bei der Königlichen Eisenbahndirektion einen jederzeit begehbaren Holzsteg in Anlehnung an die Eisenbahnbrücke zu bauen. 1906 wurde der Holzsteg gebaut. 1925 wurde die erste Betonbrücke in Bogenform über die Fulda gebaut. Sie wurde am Ostersamstag des 2. Weltkrieges 1945 zusammen mit der Eisenbahn- und Flutbrücke gesprengt. 1948 gab es wieder eine Brücke über die Fulda. Blankenheim war bis zum Bau der Umgehungsstraße oft mehrmals im Jahr durch Hochwasser der Fulda nicht passierbar. Die Einwohner mussten große Umwege machen, um an die Arbeit zu kommen.

1922 begann die Stromversorgung der Gemeinde. In den 1920er Jahren wurde in der aufblühenden Gemeinde eine Poststelle eingerichtet. Posthalter war der Land- und Gastwirt Joh. Rohrbach. Durch die Hessische Gebietsreform wurde Blankenheim am 01.01.1972 ein Stadtteil von Bebra.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Website des Geschichtsverein Altkreis ­Rotenburg.

Kontakt:
www.geschichtsverein-rotenburg.de
Haide Schreiber / Telefon: (06623) 440 19 / E-Mail: Haide.Schreiber@gmx.de
Andreas Rehs / Telefon: (06623) 415 48 / E-Mail: andreas.rehs@web.de

Hier finden Sie weiterführende Literatur zu diesem Thema:

„Chronik Lüdersdorf 1338 – 1987“, „Bebra und seine Stadtteile bildschön“, „Bebra, Chronik einer Stadt“ –Teil 2, „Rund um den Alheimer“ (in Bänden).