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Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Zum Wandern in der Natur durch Täler und über Berge wünschen wir schönes Wetter mit wunderbaren Eindrücken, Ausblicken, Freude an der Tier- und Pflanzenwelt in unseren artenreichen Wäldern, den freien Flächen und vielfältig bestellten Feldern. Dass diese Glückgefühle eintreten und erhalten bleiben, können wir beeinflussen, wenn wir uns entsprechend auf das Naturerlebnis „Wandern“ vorbereiten.

Der Tag wird festgelegt, die Wanderstrecke ausgesucht. Auf der Wanderkarte informieren wir uns über den Verlauf des Wanderweges, bergauf, bergab oder eine Wanderung im Fuldatal auf dem B 16 (der später noch beschrieben wird) oder Sie denken sich eine eigene Wanderroute aus. Bei hochsommerlichen Temperaturen wählen wir vielleicht eine bewaldete Route. Die Jahreszeiten zeigen unsere waldhessische Region so vielfältig, dass wir alle Möglichkeiten haben und genießen können.

Wir sind vielleicht den ganzen Tag unterwegs. Wie ist die Wetterlage? Was benötigen wir unbedingt? Sie kennen Ihre Interessen und werden die entsprechenden Utensilien in den Rucksack packen. Den hat man den ganzen Tag auf dem Rücken. Zwei Merkmale sind zu beachten. Rucksack-Ausstattung und Rucksack-Anpassung.

Die Rucksack-Ausstattungen sind sehr vielfältig (für leichte, kleine Wanderungen, Ganztagswanderungen, Bergwandern usw.) und für den Einsatz des Rucksackes ausschlaggebend. Einige wichtige Eigenschaften sind handliche, wenig reparaturanfällige Verschlussmöglichkeiten, Steckschnallen, wasserabweisendes oder wasserdichtes Material, Befestigungsmöglichkeiten für Trinkflasche, Wanderstöcke usw.

Die Rucksack-Anpassung ist sehr wichtig für das Wohlbefinden des Wanderers während der Tour. Der Rucksack muss gut sitzen. Das erfordert ein gutes, individuell einstellbares Tragesystem (gute Befestigung des Tragesystems am Rucksack, Brustgurt, Hüftgurt als Verbindung zwischen den Tragegurten vor dem Körper, Polsterung, Belüftung zwischen Rücken und Rucksack usw.).

Wir haben alles zusammen getragen und in unseren funktionsfähigen bequemen Rucksack gepackt. Er wiegt tatsächlich einige Kilogramm. Das ist nicht alles. Wir müssen unseren eigenen Körper auch tragen. Das kann anstrengend werden. Was ist zu tun? Wir brauchen ein weiteres gut funktionierendes Hilfsmittel, um diesen Wandertag möglichst ohne Beschwerden erleben zu können: ein Paar geeignete Schuhe.

Wanderschuhe nennt man diese Schuhart. Das Angebot ist riesengroß: Es bietet sich eine Einteilung nach dem Verwendungszweck in den Kategorien 1 bis 6+ an, die der Vollständigkeit halber alle kurz erläutert werden:

1. Leichte halbe oder hohe Schuhe, profilierte Sohlen für Citytouren und Freizeit, Nordic Walking usw.

2. Festere leichte halbe oder hohe Schuhe, profilierte stark gedämpfte Sohlen für ebene bequeme Wege mit leichten Anstiegen.

3. Wander-/Trekkingschuhe mit stabilen bequemen Schäften, Klima- oder Lederinnenfutter, biegsame Sohlen und meistens PUR-Zwischensohlen, Gummi-Stollenprofil-Laufsohlen mit gutem Abrollverhalten auf Wald- und Schotterwegen für Mittelgebirge und Voralpen.

4. Bergwanderschuhe, stabile gut gepolsterte Schäfte, bis ca. 2,5 mm starkes Oberleder oder andere hochwertige Materialien, Klima- oder Lederinnenfutter, trittfeste biegsame Sohlen, PUR-Zwischensohlen oder Porogummi-Zwischensohlen, sehr griffige Gummi-Stollenprofil-Laufsohlen für alpines Gelände, steinige Wege, Klettersteige, mit Gepäck.

5. Robuste stabile Bergschuhe, stabile gut gepolsterte Schäfte, bis ca. 3 mm starkes Oberleder oder andere hochwertige Materialien, Klima- oder Lederinnenfutter, noch biegsame stabile Sohlen, je nach Sohlenform bedingt oder für alle Steigeisen geeignet, Hartporo-, Microporo- oder Porogummi-Zwischensohlen, grobere sehr griffige Gummi-Stollenprofil-Laufsohlen, für rauhes alpines Hochgebirge und Gletscher geeignet, trittfest in Schnee und Eis.

6. Hochgebirgsschuhe, in vielen Ausstattungen je nach Verwendungszweck, sehr stabile gut gepolsterte Schäfte, bis 3,5 mm starkes Oberleder oder andere hochwertige Materialien, manche kohlefaserverstärkt, hohe Abriebfestigkeit, Kälteisolierungen: luftgefüllte Kunststoffblasen, Zwischenschichten aus Nylon, Aluminium, Schaumstoff, Filz usw., manche mit Innenschuhen aus kälteisolierenden Materialien, auch als Gamaschenschuhe gearbeitet. Spezielle, versteifte Laufsohlensysteme, sehr grobe Stollenprofile, steigeisenfest für Geröll, Schnee und Eis.

6. Hochgebirgsschuhe mit steifen Sohlen und stabilem Schaft aus Kunststoffen, schlagfestes PU-Material, Pebax/Carbonfaser, Pebax/Nylon, Polyamid u. a. in vielen Ausstattungen. Hochgebirgsschuhe in den oben beschriebenen Ausstattungen sind expeditionstauglich, steigeisenfest, manche für Eisklettern und die kältesten Berge der Erde geeignet.

6+. Expeditions- und Schalenschuhe mit speziellem vielschichtigem Schaft- und Sohlenaufbau für extreme und alpine Einsätze über 8000 m bzw. Kältegraden um -35 °C.

Der Vollständigkeit halber werden die „Kletterschuhe“ für Sportklettern an senkrechten bzw. überhängenden Felswänden oder an Kletterwänden in Hallen bzw. auf Freiflächen in vielfältigen Ausstattungen noch erwähnt.

Die Darstellung zeigt, dass der Einsatz zweckerfüllender Wanderschuhe gut zu überlegen ist:

Passform: Probieren Sie beim Kauf nie mit normalen, sondern immer mit den starken Strümpfen, die Sie beim Wandern tragen. Tragen Sie später dünnere Strümpfe, können Sie unter die herausnehmbare Einlage, die in jedem Wanderschuh heute Standard ist, eine entsprechend ausgleichende Einlegesohle legen.

Schnüren Sie die Schuhe korrekt zu und gehen Sie eine Weile im Geschäft mit den Schuhen. Je nach Gesundheitszustand des Fußes (gesunde Fußform, straffe, schwache Bänder und Muskeln, Senk-, Spreiz-, Hohlfuß usw.) ist die Ausdehnung beim Gehen unterschiedlich. Kinderschuhe gelten als passend: wenn der Innenraum des Schuhes 12 mm länger ist als die Fußlänge, (6 mm für Verlängerung bei Belastung, 6 mm für den Schub im Schuh beim Gehen) für Wachstum weitere 6 mm, insgesamt 18 mm, mindestens 15 mm.

Bei Erwachsenen sind 12 bis 15 mm je nach Schuhgröße erforderlich. Wanderschuhe in guter Qualität sind „formbeständig“. Werden sie zu klein oder zu eng gekauft, kann man nicht mit Besserung durch „Austreten“ nach dem „Einlaufen“ rechnen.

Das „Austreten“ oder „Auslatschen“ der Wanderschuhe ist wegen der besonders guten Qualität der verwendeten Materialien daher fast unmöglich und auch nicht erwünscht. Wanderschuhe werden so gebaut, dass sie „formstil“ bleiben. Achten Sie auf Druck durch Kanten und Nähte, der nur eingeschränkt durch Bearbeitungs- und Weitungstechniken beseitigt werden kann.

Die Fußbreite wird mit den Weitensystemen z. B. schmal, mittel, weit berücksichtigt. Nicht jedes Modell wird in jeder Weite hergestellt. Die Passform ist für das Wohlbefinden entscheidend. Blasen und Druckstellen können eine Wanderung zur Qual werden lassen.

Schuhformen sind bei gleicher Schuhgröße unterschiedlich: schlank, mittlere Breite, Gesundheitsformen mit breitem Zehenbereich, flache, mittlere, hohe Vorderklappen, schmaler, mittlerer, breiter Fersenbereich. Entscheidend ist das Passen der Schuhe. Die Schuhgröße ist ein Richtwert. Versteifen Sie sich deshalb nicht darauf, dass Sie bisher z. B. immer die Größe 8 oder 42 hatten. Es kann durchaus auch Größe 41 oder 43 die passende Größe sein.

Messgeräte unterschiedlichster Techniken werden beim Schuhverkauf häufig eingesetzt. Dabei ist entscheidend, ob die reine Fußlänge oder ob bereits die oben aufgeführten Zugaben eingerechnet sind.

Bei guter fachlicher Beratung werden diese Gesichtspunkte berücksichtigt und Sie werden unbeschwert auf Wanderschaft gehen können. Und nun:

„Auf, auf ihr Wandersleut auf Bebras Wanderwegen durchs waldhessische Bergland!“