Magistrat der Stadt Bebra
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Sprechzeiten

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Donnerstag: von 14:00 - 17:00 Uhr

 

 

Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Start: B 8 – Iba Ortsmitte, „Schieferstraße/L 3250“ – Wandertafel neben „Gasthaus Däche“ (Dienstag Ruhetag, Öffnungszeit erfragen) – Richtung Bebra – am Ende der Häuser im Ortskern links „Stollenweg“ einbiegen – am Ibabach entlang – Wanderwege B 8, (Natur-Erlebnis-Weg Iba, R 5 und der Weg zur Friedrichshütte gleicher Verlauf) – ehemalige Grube Kurfürst – NSG – Grundmühle Friedrichshütte (Einkehrmöglichkeit täglich 14:00 bis 20:00 Uhr, Sonntag 10:00 bis 20:00 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetag) – Wandertafeln: „Ibatal“, „Natur-Erlebnis-Weg Iba“ und eine Schautafel über Insekten – B 8 und „Natur-Erlebnis-Weg Iba“ und eine Schautafel über Insekten – B 8 und „Natur-Erlebnis-Weg Iba“ gleicher Verlauf – „Silzerbachtal“ – am links stehenden Hochstand vorbei – B 8 weiter geradeaus – leicht ansteigend – bis zur Weggabelung – bei der Bank links – weiter geradeaus rechts am Allerhättenberg, 380 m vorbei – talwärts – etwa in Höhe des Sportplatzes auf den Asphaltweg – bergab zur Schieferstraße/L 3250 – nach rechts zum Ausgangspunkt Iba Ortsmitte.

B 8 A – B 8 verlassen – am Hochstand links bergauf über den „Dachsberg“, 342 m – Straße „Sandkaute“ – gegenüber „Gasthaus Hohmeyer“ (Montag Ruhetag, Öffnungszeit erfragen) – Schieferstraße/L 3250 – Ausgangspunkt Iba, Ortsmitte.

B 8 B weiter auf dem B 8 am Hochstand geradeaus vorbei – leicht anteigend – (B 8 und Natur-Erlebnis-Weg R gleicher Verlauf) – Weggabelung – bei der Bank nach links etwas steigend – B 8 B führt links um den „Allerhättenberg, 380 m, - rechts am Dachsberg, 342 m vorbei – Verbindung im Freigelände mit dem B 8 A - geradeaus talwärts – Straße „Sandkaute“ gegenüber Gasthaus Hohmeyer – Schieferstraße/L 3250 – nach rechts – Ausgangspunkt Iba, Ortsmitte.

Wanderstrecke B 8: 10,5 km

Wanderstrecke B 8 A: 8,5 km

Wanderstrecke b 8 B: 11,5 km

In dem Bericht über den Wanderweg B 7/B 7 A wurde bereits Ibas Geschichte angesprochen.

Die Kirche von Iba erlebte in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte. 1139 wird Iba in einer Urkunde des Klosters Hersfeld genannt. 1239 wird eine eigene Pfarrei Iba, die dem jeweiligen Abt von Hersfeld unterstand, mit dem Filialort Gilfershausen erwähnt. Weitere Filialen waren Imshausen und Machtlos. Die angeschlossenen Kirchengemeinden lösten sich zeitweise von der „Muttergemeinde“, was Ärgernisse und Feindschaften entstehen ließ, z. B. wurde nicht in die anderen Gemeinden eingeheiratet bzw. deren „Hausschwellen“ nicht betreten“.

B8 Wanderweg

Rückgliederungen und Trennungen wechselten sich ab. 1979 wurden mehrere Kirchspiele vom Landeskirchenamt Kassel nach Personenzahlen und kommunaler Zugehörigkeit neu gegliedert. Die Kirchengemeinde Machtlos wurde Ronshausen zugeordnet. Gilfershausen kam zu Solz nachdem beschlossen wurde, die von 1973 bis 1986 unbesetzte Pfarrstelle ab Mai 1987 wieder zu besetzen. In dieser Zeit wurde Iba von dem Pfarrer aus Weiterode betreut.

Über den Bauzeitpunkt der Kirche in Iba gibt es keine genauen Angaben. Die Kirche ist dem heiligen Jakob geweiht. Er ist der Heilige der Pilger und Wallfahrer. Seine Gebeine liegen in Compostella in Spanien begraben. In einem gläsernen Gefäß des Hauptaltars der Kirche in Iba wurden einige Reliquien des Heiligen aufbewahrt, die später verloren gingen. Das Jahr 1356 wird erwähnt. In dieser Zeit lag wahrscheinlich der Höhepunkt als Wallfahrtskirche.

Die Pilger von weither spendeten Mittel und ermöglichen die Anschaffung einer großen Glocke. 1483 bekam die „Wallfahrtskirche St. Jakobi“ eine zweite Glocke. Die Kirche war von Anfang an dem Patronat des Hersfelder Abtes unterstellt. Am Jakobitag wurden von den römisch-katholischen Christen Gottesdienste und Wallfahrten durchgeführt.

B8 Wanderweg

1525 änderte sich mit der Reformation die Gestaltung des Gottesdienstes. Die längere Predigt löste die kürzere Messe mit der Eucharistie ab. 1607 erhielt die Kirche Gestühl und Empore. Der Gottesdienst konnte nun sitzend erlebt werden.

Ein besonderes Kleinod ist die 1715 eingebaute Orgel von Orgelbaumeister Johann Eberhard Dauphin. Johann Sebastian Bach spielte auf Orgeln dieses Mühlhausener Orgelbaumeisters. Die Orgel wird mit ihrem Klangbild und sehr viel originaler Substanz aus der Zeit Johann Sebastian Bachs von Kirchenmusikern und Musikfreunden als etwas Besonderes empfunden. Eine Broschüre „Die evangelisch-reformierte Jakobuskirche“ liegt in der Kirche aus oder Sie können sich an Herrn Pfarrer Hetzel, Pfarramt Weiterode, Tel. (0 66 22) 22 77, wenden. Iba gehört seit einiger Zeit wieder zum Pfarramt Weiterode.

B8 Wanderweg

Ein historischer und idyllischer Ort an unserem Wanderweg B 8 ist die „Friedrichshütte“. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts nahm der Kupferschieferbergbau so stark zu, dass die Richelsdorfer Hütte zu klein wurde. Landgraf Friedrich I. von Hessen, der durch Heirat gleichzeitig König von Schweden war, ließ 1732 das Schmelzwerk „Friedrichshütte“ bauen.

Zu dem Komplex gehörten die Schmelzhütte mit zwei Krummöfen zum Rohschmelzen (später zu „Hohen Öfen“ = Hochöfen umgebaut), zwei Garherde, ein Wohnhaus, einige Backhäuser, ein Brauhaus, Ställe, ein Rösthaus, zwei Kohleschuppen und eine Schmiede.

Der gewonnene Kupferschiefer wurde in offenen Feuern etwa fünf Wochen „geröstet“, um Unreinheiten wie Schwefel usw. abzutrennen und das Volumen zu reduzieren. Es folgte das „Rohschmelzen“ in den Hochöfen zur Gewinnung des Kupfersteins, der in gemauerten Röststätten weitere 6- bis 7mal geröstet wurde. Im „Krummofen erfolgte die Trennung nach Schwarzkupfer und Spursteinen. Mit dem „Garmachen“ wurde das Endprodukt hergestellt.

In der Zeit um 1767 wurden in beiden Hütten jährlich etwa 2.500 Zentner Kupfer gewonnen. 1787 wurden in der Friedrichshütte etwa 1.000 Zentner Kupfer aus 48.000 Zentner rohem Schiefer geschmolzen und größtenteils an den landgräflichen messinghof Kassel und an andere Unternehmen zur Weiterverarbeitung geliefert. Auf der Friedrichshütte und in den Schächten waren etwa 700 Personen und eine große Anzahl bäuerlicher Fuhrleute beschäftigt.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand bei der Hütte eine Vitriol- und Grünspanfabrik und 1774 ein Kupferhammerwerk. 1873/74 erfolgte der Verkauf der Friedrichshütte an die Firma Fleitmann & Witte, Iserlohn.

1886 wurde der Betrieb endgültig stillgelegt. Die Gebäude waren nicht mehr bewohnt und der Verfall begann.

1919 kaufte der Müllermeister Ludwig Trieselmann aus Weiterode die Friedrichshütte. Entgegen der Verpflichtung, die Gebäude des Schmelzwerkes abzubrechen, gelang es ihm durch seine Weitsicht, die Reste zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

1920 wurde das Ausflugslokal „Friedrichshütte“ gegründet. Es befindet sich in dem früheren Verwaltungsgebäude. In dem heute rechts daneben befindlichen Saal war früher eine Schmelzanlage.

In dem Verwaltungsgebäude wohnten bekannte Bergbeamte. Einer von ihnen war der Bergrat Fulda (Schwager von Wilhelm Grimm), bei dem die Gebrüder Grimm oft Gäste waren. Wilhelm Grimm hielt sich häufig mit seiner Frau Dortchen in der Friedrichshütte auf. Hier wurde das Märchen „Die klugen Leute“ geschrieben. Im Gasthaus hängt ein Bild der Gebrüder Grimm.

Aus den umliegenden Orten kommen die Familien mit ihren Kindern, Wanderer und Radler über die Berge und durch die Wälder, um die Ruhe und Schönheit dieses idyllischen Flecken Erde am Sandsteinbrunnen unter der großen alten Linde (1732 bei der Gründungsfeier und Anwesenheit des Landgrafen Friedrich I. von Hessen gepflanzt) oder dem mit Schlackenköpfen eingefassten Springbrunnen neben dem Gasthaus oder im Gasthaus zu genießen.

Noch mehr können Sie nachlesen in der „Chronik von Iba“, der Festschrift „25 Jahre Volkstanz- und Trachtengruppe Iba“, „Bebra, Chronik einer Stadt“ Teil II, den Bänden 4, 9, 12, 20, 23 „Rund um den Alheimer“.

Und nun:

„Auf, auf, ihr Wandersleut, auf Bebras Wanderwegen durchs walhessische Bergland!“