Magistrat der Stadt Bebra
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Sprechzeiten

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Montag: von 14:00 - 17:30 Uhr
Donnerstag: von 14:00 - 17:00 Uhr

 

 

Anschrift und Öffnungszeiten

 

 

  
  
                         Thumbnail image Der Bürgermeister informiert  

Start B 7: Iba, Ortsmitte, „Schieferstraße“ – Wandertafel neben Gasthaus Däche – zweite Abzweigung nach links – nach rechts, geradeaus „An der Pfarrwiese“ – geradeaus – „Auf der Freiheit“ – mündet Wanderweg B 7 bergauf in einen Wiesenweg in Richtung der beiden Überland-Stromleitungsmasten – nach rechts am Weidezaun entlang bis zum Feldweg – B 7 – Wegweiser an der Stange in der Ecke der Weide zeigt nach links – (rechts sehen wir den Berg „Iburg“, 346 m, mit einer Abraumhalde des früheren Kupferschieferbergbaus und auf der anderen Seite im Tal Gebäude des Druckgusswerkes) – vom Weidezaun nach links auf dem Feldweg gehen – ca. 100 m geradeaus bis Weggabelung – B 7 nach links zur L 3250 – kurz auf der L 3250 – Abzweigung von der L 3250 nach links „Gut Gunkelrode“ – geradeaus leicht ansteigend – B 7 – Wegweiser an der „Eckhardsbuche“ – Weg an kleinem Bach entlang – uriges Waldgebiet – B 7 südlich vom „Langerück“, 330 m

B 7 A-Wegweiser (Abkürzung) bei der Abzweigung des Hauptfahrweges in der Kurve links im Wald am Baum – Beginn des Steilaufstieges zum Rügersberg – Abkürzung, trifft nach ca. 350 m Wegstrecke wieder auf den B 7, der auf dem Fahrweg auf den Rügersberg führt – auf ebenem Fahrweg zur „Franzoseneiche“ links vom Fahrweg im Bogen des B 7, etwas versteckt am R 21 mit einer Schautafel gelegen – Rastmöglichkeit

B 7 neu rechts auf dem Fahrweg weiter – später links bergab Waldweg auf den „Meierweg“ und den R 19 nördlich des „Sauberges“ – Kreuzung „Fünf Linden“ (Informationstafel „Natur-Erlebnis-Weg Iba“) – B 7 Abzweigung rechts (auf Teilstück R 22 und „Natur-Erlebnis-Weg“) – Waldgebiet geht in Freiflächen über – schöne Aussichtspunkte am „Steinküppel“, 346 m, - „Weltschlüssel“, 359 m, (Austragungsort der Drachenfliegerei seit ca. 20 Jahren) – Straße „Am Burggarten“ – Friedhof – historische Jacobuskirche – Ausgangspunkt Iba, Ortsmitte.

Einkehrmöglichkeiten: „Gasthaus Däche“, (Dienstag Ruhetag), „Gasthaus Hohmeyer“, (Montag Ruhetag). Öffnungszeiten erfragen.

Wanderstrecke: B 7 ca. 12 km

Wanderstrecke: B 7 A ca. 11,5 km

Wenn an Abzweigungen keine Wegweiser angebracht sind, gehen Sie auf dem Hauptweg weiter. Leider stellen wir auch fest, dass Wegweiser zerstört oder entfernt wurden. Bitte teilen Sie mit, wenn Sie Wegweiser vermissen. In jedem Stadtteil der Stadt Bebra beginnen Wanderungen, die auch in Bebra begonnen werden können.


Iba liegt im südlichen Richelsdorfer Schiefergebirge. Der Ibabach durchfließt den ort und mündet zwischen Ronshausen und Weiterode in die Ulfe. Der romantisch liegende Ort Iba im Ibatal ist eingebettet zwischen waldreichen Bergen mit Wiesen und Äckern. Wunderbare Ausblicke belohnen die Anstrengung, diese Höhen zu erwandern.

Schon in der Bronzezeit muss es Siedlungen hier gegeben haben. Bei Ausgrabungen wurden bronzene Armspiralen, Armringe und Schmucknadeln gefunden. Aus der folgenden Eisenzeit gibt es Keramikreste. Die Hügelgräber sind Zeugen aus alter Zeit.

Erstmals soll Iba in einer Urkunde des Klosters Blankenheim 1070 als „Ybach“ erwähnt worden sein. In der Urkunde von 1139 schenkt Hartmout von Diffeshart dem Kloster Hersfeld einen Bauernhof. Dafür soll eine „ewige Lampe“ am Altar des Klosters stehen. In den Hersfelder Zinsregistern kommen die früheren Namen „Ybaho“, „Ywaha“, „Ywa“, „Ypin“, „Ypen“, „Ibbe“, „Eiba“, Ybaho“ vor. Die Namen deuten auf Eibenbäume und Eibenwasser. Auf dem Zechsteinkalkboden könnten größere Eibenbaumbestände gestanden haben. Der Siedlungsbeginn in Iba fällt in die frühgeschichtliche Zeit und ist nicht genau bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte gab es viele Grundherren, die Güter in Iba z. T als „Afterlehen“ an bäuerliche Einwohner gaben, die dadurch „lehnspflichtig“ wurden. Es gab eine „landgräfliche Zehend-Ordnung“, nach der jedes Feld vor der Ernte abgeschätzt wurde. Nach dem Ertrag wurde die Lieferung an den Grundherren festgelegt. Außerdem mussten Hand- und Spanndienste (Holzfuren bis ins Werratal usw.) und weitere Dienstleistungen erbracht werden.

Bei der Wanderung auf dem B 7 kommen wir am Gut Gunkelrode vorbei. Es ist eines dieser alten Besitzungen und wird heute noch bewirtschaftet.

Wanderweg B7

Die Abtei Hersfeld war von 1366 bis 1388 Grundherr der Hälfte des Gutes Gunkelrode. Von 1366 bis 1527 waren die Grundherren von Berlepsch mit der hersfeldischen Hälfte von Gunkelrode belehnt. Seit Ende des 14. Jahrhunderts war die landgräfliche Hälfte Gunkelrodes im Besitz der Grundherren von Trott. 1541 übernahmen sie noch die Hälfte der von Berlepsch. Es gab noch weitere Besitzungen und Grundherren, die hier nicht erwähnt werden.

Etwa 500 Jahre wurde Kupferschieferbergbau im Richelsdorfer Schiefergebirge betrieben. Eine Rechnung des Sontraer Rentmeisters von 1460 weist Schmelzöfen von Iba und anderen Bergbauorten aus. Im Richelsdorfer Schiefergebirge gab es damals 13 Schmelzöfen. Etwa 600 Menschen arbeiteten in der Kupfergewinnung und –verhüttung. Es gab sehr erfolgreiche Bergbauzeiten und auch schwierige Zeiten. Mitte des 19. Jahrhunderts trat ein starker Rückgang ein. Da auch die landwirtschaftlichen Erträge gering waren, trat eine große Armut ein. Aufgrund dieser schwierigen Lage begann eine große Auswanderungswelle, die bis nach 1900 anhielt. In Aufzeichnungen des damaligen Lehrers Wilhelm Wiegand wird berichtet, dass 1841 in Iba 1483 Einwohner lebten (Oktober 2004: 652 Einwohner, Auskunft beim Einwohnermeldeamt Bebra). Er schrieb die Namen von 631 Ibaer Einwohnern auf, die von 1841 bis 1861 in die „Neue Welt“ nach Amerika auswanderten. Etwa 50 leerstehende Häuser wurden in den Folgejahren abgerissen.

Mit den Autarkiebestrebungen des Dritten Reiches gewann der Kupferschieferbergbau noch einmal Bedeutung. Es gab die Schächte „Schnepfenbusch“ und „Reichenberg“. Die Schachtanlage „Wolfsberg“ wurde neu errichtet und begann 1937 mit der Förderung von Kupferschiefer und Kupfererz. Es wurde die längste Drahtseilbahn Europas zur Beförderung der Kupfererze und Kupferschiefer zur „Hessenhütte“ am Brodberg bei Hornel in Betrieb genommen. Die unbrauchbaren Gesteinsmassen wurden mit einer anderen Seilbahn über den Berg „Ibrug“ transportiert und in den „Bollersgraben“ gekippt.

Im Bereich der Wegführung des B 7 in Richtung des Berges „Iburg“ ab den beiden Überland-Stromleitungsmasten an dem Weidezaun entlang bis zum Feldweg, wo der B 7 nach links abbiegt, ist eine Abraumhalde am rechten Bergabhang noch gut zu sehen.

1950 bis 1955 war die letzte erfolgreiche Zeit im hiesigen Kupferschieferbergbau. 400 bis 500 Menschen waren allein im Wolfsbergschacht beschäftigt. Durch die fallenden Kupferpreise am Weltmarkt und einen großen Wassereinbruch im Reichenbergschacht und der dadurch zum Erliegen gekommenen Schlackensteinproduktion am „Bordberg“ bei Hornel kam das Ende des Kupferschieferbergbaus immer näher.

Am 18.02.1955 wurden im Hessischen Rundfunk die Liquidierung und die Schließung aller Betriebe bekannt gegeben. Dadurch hatten die letzten der früher über 4000 Beschäftigten im Bergbau des Richelsdorfer Schiefergebirges ihren Arbeitsplatz verloren. Es endete der über 500 Jahre betriebene Bergbau. In den betroffenen Orten begann eine große Abwanderung in andere Bergbaugebiete. Die Einwohnerzahlen schrumpften, Kaufkraft ging verloren, Geschäfte wurden geschlossen. Diese Entwicklung hat sich in anderen gewerblichen, industriellen und behördlichen Bereichen sowie bei der Bahn und Post in unserer Region bis heute fortgesetzt und dauert vermutlich weiter an.

Die Stadt Bebra mit ihren Dörfern als Stadteile ist sehr geschichtsträchtig. Das Archiv im Rathaus, die Chroniken der Stadt Bebra, der Dörfer, der Vereine, die jährlich erscheinenden Bücher des Geschichtsvereins „Rund um den Alheimer“, viele Sammlungen geschichtsbewusster Bürger usw. ermöglichen uns weite Rückblicke in unsere Vergangenheit. Die Pflege und das Wissen über die Vergangenheit und deren Erfahrungen sind eine große Hilfe für die Gestaltung der Zukunft.

Und nun:

„Auf, auf, ihr Wandersleut, auf Bebras Wanderwegen durchs waldhessische Bergland!“